LIFE +

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DAS ENGAGEMENT FÜR DIE UMWELT

Wegweisende Technologie und Umweltfreundlichkeit sind die Zielstellungen und die Zwecke des Engagements von Argo Tractors S.p.A.

Argo Tractors S.p.A. hat das Projekt „Clash Oil“ entwickelt, das eine bedeutsame Anerkennung der europäischen Kommission und die finanzielle Unterstützung erhalten hat, die vom Programm Life+ vorgesehen ist.


Was ist LIFE+

Life+ ist das Finanzierungsinstrument für die Umwelt, das einen Beitrag zur Umsetzung und Entwicklung der Umweltpolitik und des Umweltrechts der Gemeinschaft gibt.
Hauptzweck des Programms ist es, auf europäischer Ebene eine spezifische Unterstützung für die Maßnahmen und Projekte zu bieten, die einen europäischen Mehrwert für die Umsetzung, die Aktualisierung und die Entwicklung der gemeinschaftlichen Politik und Normung im Sachen Umweltschutz besitzen.

Das Programm gliedert sich in drei Teilbereiche:

1. Life+ „Natur und biologische Vielfalt“, Hauptzweck: Schutz, Erhaltung, Wiederherstellung, Überwachung und Begünstigung der Funktion der natürlichen Systeme, der natürlichen Lebensräume und der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, einschließlich der Diversität der genetischen Ressourcen, innerhalb der EU.

2. Life+ „Umweltpolitik und Verwaltungspraxis“, Hauptzweck: Implementierung, Aktualisierung und Entwicklung der Umweltpolitik und des Umweltrechtes der Gemeinschaft, Verringerung des Abstands zwischen Forschung und Implementation im größeren Umfang und Förderung innovativer Lösungen.

3. Life+ „Information und Kommunikation“, Hauptzweck: Verbreitung von Informationen und Sensibilisierung für Umweltfragen, einschließlich des Waldbrandschutzes; Förderung von Begleitmaßnahmen, wie etwa Informationen, Kommunikationsmaßnahmen und –Kampagnen, Konferenzen und Ausbildungsmaßnahmen, einschließlich Ausbildung zum Waldbrandschutz.

Mehr Infos unter: http://ec.europa.eu/environment/life/funding/lifeplus.htm
 

Projekt LIFE10 ENV/IT/428

Dank des Projekts “Clash Oil” errichtet Argo Tractors S.p.A. eine Pilotlinie, die in der Lage ist zu beweisen, dass es möglich ist, die synthetischen Schmierstoffe, die heute für die Vorbehandlung von Motoren und Getrieben verwendet werden, durch umweltfreundliche Schmierstoffe zu ersetzen.
 

 

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Das Umweltproblem, zu dem Argo eine Abhilfe zu finden versucht, betrifft die Benutzung synthetischer Mineralöle in der Phase der Vorbehandlung der Getriebe und Motoren, weil diese Schmierstoffe eine hohe Umweltauswirkung haben (Energieverbrauch, Produktion von CO2 und Verunreinigung des Wassers: Ein Liter Öl ist in der Lage, eine Million Liter Wasser zu verschmutzen).

Einige Daten:

- 1156 kg CO2/Mg Öl für der Produktion von synthetischen Schmierölen
- 676 kg CO2/Mg Öl für der Regeneration von synthetischen Schmierölen
- 28 Millionen Tonnen CO2: geschätzte Produktion von CO2 für das Jahr 2010, gegenüber 41,7 Millionen Tonnen synthetischer Schmieröle (Daten nur auf Europa bezogen)
- +2,3%: geschätzte jährliche Zunahme der Nachfrage an Schmierölen

Außerdem verursacht die Benutzung von synthetischen Schmierstoffen innerhalb der Getriebe und Motoren das Entstehen einer Mikroumgebung, die hohen Druck, hohe Temperaturen und die Verschmutzung durch Metallteilchen aufweist. Dies verlangt wegen der Flüchtigkeit der Mineralschmierstoffe die Installation von Absaugsystemen in den Produktionsstätten.

Diese Vorgänge führen zu circa 20% der Verluste des Schmierstoffs, der in der Umgebung verloren geht.
Außerdem werden die synthetischen Schmierstoffe in der Regel mit gefährlichen Substanzen hergestellt.

 

Die Realisierung des Projekts erfolgt nach den folgenden technischen Phasen:

- Optimierung der Dimension der Graphitteilchen und der Konzentration des Glycerins und Festlegung der Zusammensetzungen der Bio-Schmierstoffe, die am besten funktionieren.
- Planung und Realisierung eines funktionellen Sammelsystems des Bio-Schmierstoffes.
- Planung und Realisierung eines Heizungskreislaufs für den Tank des Bio-Schmierstoffes.
- Planung und Realisierung einer Station in der Linie zum Filtern/Absondern der Schmierstoffe.
- Zusammenbau der Untersysteme und Inbetriebnahme der Pilotanlage.
- Strömungstests und Festlegung der idealen Temperaturen zum Arbeiten mit Bio-Schmierstoffen und Messungen des Energieverbrauchs, des Wirkungsgrades, der Nutzungsdauer der Reinigung der Bio-Schmierstoffe.
- Feldtests der Traktoren mit Referenzkunden und mögliche Verbesserungen, die in der Erprobungs- und Entwicklungsphase aufgetreten sind, wie auch gemäß der Angaben der Lieferanten.
- Festlegung der Verfahren und der Best Practice für das Recycling.

 


 Die Resultate, die man sich von der Entwicklung und Vervollständigung des Projekts „Clash Oil“ erwarten darf, haben einen doppelten Nutzen:

Vorteile für die Umwelt

- Vollständige Ersetzung der synthetischen Öle durch Bio-Schmierstoffe, die zu 70-100% biologisch abbaubar sind (ca. 4000 Liter/Jahr).
- Reduktion der Produktion von CO2 (1150-670 kg/Mg Schmierstoff weniger)
- Verringerung der Abgasemissionen (-20%)
- Weniger Ölverbrauch (-60 Liter pro Getriebe)
- Benutzung erneuerbarer Ressourcen für die Produktion von Bio-Schmierstoffen
- Weniger Umweltverschmutzung und Öle mit mehr Sicherheit
- Schutz von Wasser und Boden gegen austretende Schmierstoffe

Technische Vorteile

- Effizienter Betrieb
- Längere Gebrauchsdauer der Schmierstoffe (+20%)
- Besserer Korrosionsschutz während der Lagerhaltung
- Geeignete Viskositätswerte während des Durchspülens
- Energierückgewinnung aus den Getrieben während des Durchspülens
- Weniger Schmierstoffverluste
 



 

Umweltproblem

Das hier betrachtete Umweltproblem ist die Benutzung von synthetischen Mineralölen als Spül- und Einlauföl von Getrieben. Schmierstoffe mineralischer Herkunft weisen nämlich hohe Umweltauswirkungen auf, die vom Energieverbrauch zur CO2-Produktion und der Wasserverschmutzung gehen: Ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser verunreinigen.

Neuere Daten hinsichtlich der CO2-Emissionen legen dar, dass die Produktion von nativem Mineralöl zur Erzeugung von 1.156 kg CO2/mg Öl führt. Wenn man davon ausgeht, dass die globale Nachfrage von Schmierstoffen circa 41,7 Millionen Tonnen erreicht, von denen ein Viertel für die europäischen Länder zu Buche schlägt, erkennt man, dass auch die beste zur Verfügung stehende Technologie, d.h. die Regeneration, sogar wenn sie die Kohlenstoffemissionen um 42% zu verringern vermag, keine Lösung des Problems darstellt, weil selbst dann noch über 28 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr produziert werden.

Außerdem enthalten die Schmierstoffe in der Regel gefährliche Substanzen, wie die hoch raffinierten Mineralöle oder Zink-Alkyl-Dithiophosphate, die als sehr gefährlich für die Gesundheit des Menschen eingestuft werden (Gefahrenkategorie: Carc. 1B,  R38-51/3).

Zielstellungen des Projekts

Das Projekt sollte beweisen, dass es möglich ist, Hochleistungsgetriebe auf eine alternative Weise vorzubehandeln, und zwar durch den anschließenden Einsatz von suspendierten Grafitteilchen, die aus den Mischungen von Glycerin und Bio-Schmierstoffen zurückgewonnen werden.

Das Projekt sah die Konstruktion einer Pilotlinie vor, wo die Benutzung dieser Schmierstoffe zusammen mit einer stabilisierenden, silberhaltigen Oberfläche zu einer durchschnittlichen Verringerung von 4.000 kg CO2 pro Jahr führen sollte, wie auch zur Vermeidung schädlicher Bestandteile, wie die hochraffinierten Mineralöle oder Zink-Alkyl-Dithiophosphate, und zur Vermeidung der Umweltverschmutzungen durch verschüttetes Mineralöl.

Gleichzeitig sollte das Projekt das Glycerin aus anderen Produktionsprozessen wiederverwenden werden. Das Spülen/Einlaufen mit den in Glycerin suspendierten Grafitteilchen sollte das Getriebe vor Sauerstoff schützen und eine ausreichende Kühlung seiner beweglichen Teile gewährleisten.

Nach der Entfernung des grafithaltigen Glycerins aus dem Getriebe sahen die abschließenden Schritte die Benutzung von Bio-Schmierstoffen in kontrollierter Umgebung vor. Es steht fest, dass die vorübergehende und reversible Stabilisierung der Bio-Schmierstoffe ihre Wiederverwendung in den anschließenden Einlaufphasen gestattet hätte, ohne die Probleme zu verursachen, die mit der hohen biologischen Abbaubarkeit dieser Öle verbunden sind, die sie dem Angriff von Bakterien und Pilzen aussetzen.

Implementierte Tätigkeiten

Um diese oben genannten Ziele zu erreichen, sind die folgenden Tätigkeiten implementiert worden:

   • Optimierung der Größe der Grafitteilchen und ihrer Konzentration im Glycerin, um eine geeignete Suspension für das vorbereitende Spülen/Einlaufen der Getriebe zu erhalten.

   • Entwurf und Konstruktion eines funktionalisierten Sammelbehälters für den Bio-Schmierstoff mit Aluminium-Einsätzen, um Schutz gegen Bakterien- und Pilzangriff zu bieten.

   • Entwurf und Konstruktion einer Heizanlage für den Bio-Schmierstoff, die durch thermische Solarenergie und direkte Rückgewinnung kinetischer Energie gespeist wird.

• Entwurf und Konstruktion einer Inline-Station zur Filtration/Separation der Schmierstoffe und Anordnung von Dauermagneten für die Anlegung von hohen magnetischen Feldgradienten.

• Spültests und Identifikation der am besten geeigneten Betriebstemperaturen für die Bio-Schmierstoffe, sowie Messungen des Energieverbrauchs, der Effizienz und der Haltbarkeit der Bio-Schmierstoffe.

• Feldtests mit den vollständigen Traktoren bei den Referenzkunden und mögliche Verbesserungen, die sich in der Versuchs- und Entwicklungsphase, wie auch aus Angaben von Lieferanten ergeben haben.

• Festlegung der Recyclingverfahren.

Resultate für die Umwelt

Die wichtigsten, die Umgebung betreffenden Ergebnisse waren

Vollständiger Austausch der synthetischen Öle durch Bio-Schmierstoffe

• Rückgewinnung von 4.000 Liter Glycerin pro Jahr für Spülwecke, für die vorzugsweise das Glycerin verwendet wurde, das als Nebenprodukt bei der Herstellung von Bio-Diesel erhalten wird

• Reduzierung des CO2-Ausstosses (1.150-670 kg/mg Schmierstoff weniger) in Bezug zu einem Öl auf Mineralbasis

           • Verringerung der Abgasemissionen (20% weniger)

• Senkung des Ölverbrauch dank des Durchspülens, das zwei Einlaufölwechsel ersetzt (im Schnitt 60 Liter pro Getriebe)

• Geringerere Umweltbelastung und sicherere Öle, die keine schädlichen und hochraffinierten Mineralöle oder Zink-Alkyl-Dithiophosphate enthalten

• Schutz von Wasserläufen und Boden vor unbeabsichtigten Ölverschmutzungen; im Fall der Benutzung von Bio-Schmierstoffen auch während der gesamten Nutzungsdauer des Traktors

           • Verwendung erneuerbarer Energieressourcen

Program LIFE+

Das Programm LIFE+ ist das Finanzierungsprogramm für die Umwelt der Europäischen Union. Das allgemeine Ziel des Programms LIFE+ ist es, einen Beitrag zur Realisierung, Aktualisierung und Entwicklung der Umweltpolitik und der Umweltgesetzgebung zu leisten, die ein Schwerpunkt für die EU sind. Pilotvorhaben oder demonstrative Projekte, die für ganz Europa wichtig sind, werden kofinanziert.

• LIFE+ Natur und biologische Vielfalt: Gefördert werden Demonstrations-vorhaben und bewährte Verfahren, die sich den Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt in Europa zum Ziel stellen, und zwar durch die Erhaltung und den Schutz der natürlichen Habitate und der Tier- und Pflanzenarten.

• LIFE+ Umweltpolitik und Verwaltungspraxis: Gefördert werden Pilotvorhaben oder innovative Projekte, die einen Beitrag zur Implementierung einer europäischen Umweltpolitik und von Ideen, Technologien, Methoden und Instrumenten für die Entwicklung von innovativen umweltpolitischen Maßnahmen leisten.

       • LIFE+ Information und Kommunikation: Gefördert werden Vorhaben zur Entwicklung von Kommunikations- und Sensibilisierungskampagnen zu Themen wie die Erhaltung der Umwelt, der Naturschutz oder die Erhaltung    der biologischen Vielfalt, so wie Kampagnen zum Waldbrandschutz

 

 

 

 

 

 

 


 

Press Review

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